 | Forschungsschwerpunkt Nichtlineare Dynamik
Viele Phänomene in der Natur und Technik zeigen ein komplexes und chaotisches
Verhalten (wie z. B. Turbulenz oder neuronale Aktivität).
Eine rein
lineare Beschreibung solcher Prozesse liefert oft ungenügende Ergebnisse.
Daher ist es nötig, auch Terme höherer Ordnung (nichtlineare Terme) zu
betrachten.
Die Untersuchung nichtlinearer Probleme führt zu vielfältigen,
komplexen Lösungen, die erst mit der voranschreitenden Entwicklung der
Rechentechnik gefunden und eingehend untersucht werden konnten.
Arbeitsgruppen:
Nichtlineare Dynamik
Die nichtlineare Dynamik beschäftigt sich mit Phänomenen, die
nicht durch lineare Modelle beschrieben werden können. Die Arbeit
beinhaltet die Untersuchung von chaotischen, komplexen Systemen
mit Hilfe von Methoden, die speziell nach nichtlinearen Eigenschaften
suchen (sowie die Entwicklung solcher Methoden) als auch die
Modellierung von nichtlinearen, komplexen Vorgängen.
Der LS ist sehr stark interdisziplinär ausgerichtet. Hauptthemen der
Forschung finden sich aus zahlreichen Wissenschaftsdisziplinen,
wie Astrophysik, Geo- und Lebenswissenschaften als auch
Ingenieurswissenschaften: Modellierung von planetaren Ringen
(Saturnmonde) und Sonnenaktivität, Untersuchungen zum Paläo- und rezenten Klima
(El Nino), Ozeanographie, Erdbeben, Kognitionswissenschaften,
neuronale Netze, Herzerkrankungen, Osteoporoseforschung oder
Systembiologie.
Die methodischen Schwerpunkte liegen dabei
auf Modellierung, Synchronisations- und Rekurrenz-Analyse,
Komplexen Netzwerken und Zeitreihenanalyse. Dabei kann der LS
stark von seiner internationalen Vernetzung und von sehr vielen
erfolgreich eingeworbenen Drittmitteln profitieren.
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Leiter der Arbeitsgruppe:
Prof. Dr. Ralf Metzler
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Statistische Physik / Chaostheorie
Komplexe Systeme finden sich zahlreich in der Natur (Klima und Wetter, Turbilenz, granulare Materialien, Ökosysteme) oder sind vom Menschen geschaffen
(Strassenverkehr, Makroökonomie, Internet, Telekommunikation).
Komplexität kann sowohl auf die Vernetzung als auch auf das dynamische Verhalten eines System beziehen.
Die klassische statistische Physik hat sich ausführlich mit Vielteilchensystemen im Gleichgewicht beschäftigt. Komplexe Systeme befinden sich jedoch typischerweise fernab vom Gleichgewicht.
Die Analyse solcher Zustände ist also nicht nur intellektuell eine große Herausforderung der modernen Statistischen Physik, sondern sehr wichtig, um viele in Natur und Technik auftretende Phänomene zu verstehen und zu erklären. Komplexes dynamisches Verhalten führt oft zu chaotischer Bewegung. Auch sie unterliegt allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten. Die Aufgabe der Chaostheorie besteht darin, diese zu finden und so die bei all der Verschiedenheit chaotischer Systeme dennoch vorhandenen Gemeinsamkeiten der Dynamik herauszuarbeiten.
Viele wissenschaftliche Fragestellungen zu komplexen Systemen sind nur mit Hilfe von rechenintensiven Computersimulationen zu beantworten, meist im Zusammenhang mit fortgeschritteneen mathematischen Methoden.
Aktuelle Forschungsthemen der Arbeitsgruppe sind: Ausnutzen und Synchronisation von Chaos, statistische Beschreibung und Steuerung komplexer Systeme, rauschinduzierte Effekte, Datenanalyse, Dynamik zwischen Ordnung und Chaos, Raum-Zeit-Dynamik und Strukturbildung.
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Leiter der Arbeitsgruppe:
Prof. Dr. Arkadi Pikovski
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