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Universität Potsdam
Institut für Physik und Astronomie
Bild: Carsten Beta
Bild: Karla Fritze
Institutsgebäude - Haus 28 am Campus Golm
Bild: Karla Fritze
für Studieninteressierte:

Aktuelles

+++  29.01., 14:00 Uhr: Institutsrat II im WS 2019-20, 0.010 (Kommunikationsraum Prof. Hoffmann-Vogel), Kontakt: Prof. Dr. Dieter Neher  +++

Aus dem Institut

Bild: Kirsten Sachse
Blei-Inseln unterm Mikroskop
Potsdamer Physiker beschäftigen sich mit verschiedenen Oberflächen, wie zum Beispiel von Halbleitern. Von besonderem Interesse ist für sie dabei, wie ein Material die Oberfläche eines anderen bedeckt. Wenn Blei-Inseln auf Silizium-Oberflächen so präpariert werden, dass sie nur wenige Atomlagen dick sind, dann sind die Elektronen darin auf sehr kleinem Raum eingeschlossen. Ihre Energie variiert daher nicht mehr kontinuierlich wie in dickeren Inseln. Sie bilden quantenmechanische stehende Wellen. Die quantenmechanischen Energiezustände der Elektronen im Blei entsprechen denen in einem eindimensionalen „Kasten“. Bei Erhöhung der Schichtdicke kommt es zu Energieoszillationen. Bisher konnten Wissenschaftler die genaue Schichtdicke der Blei-Inseln nur auf eine atomare Lage genau bestimmen. Daher war unklar, ob hohe Elektronenenergie zu einer geraden oder ungeraden Anzahl atomarer Lagen gehört. Durch Messungen von elektrostatischen Kräften an der Oberfläche der Blei-Inseln mit der Rasterkraftmikroskopie konnten Forscherinnen und Forscher, unter ihnen Prof. Dr. Regina Hoffmann-Vogel von der Universität Potsdam, nun zeigen, dass die Inseln eine atomare Lage dünner sind als bisher vermutet. Diese neuesten Forschungsergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin „Physical Review Letters“ veröffentlicht.
Three-dimensional orbit of LS V+22 25 in a Galactic Carte-sian  coordinate  system
Bild: Prof. Dr. Dr. Stephan Geier
Wenn David mit Goliath verwechselt wird
Stellar black holes form when massive stars end their life in a dramatic collapse. Observations have shown that stellar black holes typically have masses of about ten times that of the Sun, in accordance with the theory of stellar evolution. Recently, a Chinese team of astronomers claimed to have discovered a black hole as massive as 70 solar masses, which, if confirmed, would severely challenge the current view of stellar evolution. We discovered that the object may not necessarily be a black hole at all, but possibly a massive neutron star or even an ‘ordinary’ star.
Gammastrahlenausbrüche sind die hellsten Explosionen im Universum. Innerhalb einiger Sekunden strahlen sie mehr Energie aus als die Sonne in einer Milliarde Jahren. Die physikalischen Prozesse in diesen kosmischen Katastrophen zu verstehen, ist eines der wichtigen Ziele der modernen astrophysikalischen Forschung. Diese künstlerische Abbildung zeigt den Ausbruch und die Entstehung der lichtschnellen Düsenstrahlen.
Bild: ESO / A. Roquette
Erstmals Nachglühen beobachtet – Physiker der Uni Potsdam untersuchen Gammastrahlenausbruch
Gammastrahlenausbrüche sind die hellsten Explosionen im Universum. Sie enthalten im Nachglühen höchstenergetische Gammastrahlung. Diese Entdeckung gelang im Juli 2018 mit dem riesigen 28-m-Teleskop von H.E.S.S. (High Energy Stereoscopic System) in Namibia. Physiker der Universität Potsdam entwickelten die Beobachtungsstrategie und trugen so entscheidend zu dieser Entdeckung bei. Die Forschungsergebnisse sind jetzt im Magazin „Nature“ veröffentlicht worden.
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